Stoffe und ihre Eigenschaften

thumbnail

© 123rf.com

Stoffe und ihre Eigenschaften

Beim Einkauf achten die meisten Menschen im ersten Moment nicht darauf, aus welchen Stoffen ihr Kleider oder Textilien für die heimische Wohnung hergestellt sind. Dieser Aspekt ist jedoch wichtig, weil jeder einzelne Stoff seine ganz besonderen Eigenschaften hat – was den Tragekomfort und die Pflege angeht. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Stoffe und deren Eigenschaften:

Natur oder Chemie?

Grundsätzlich werden Stoffe danach unterschieden, ob sie aus natürlichen oder chemischen Fasern hergestellt wurden. Dabei können Naturfasern sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein. Beliebte Naturfasern, die aus Pflanzen gewonnen werden, sind neben der Baumwolle auch Leinen, Sisal, Jute oder Hanf. Geht es um tierische Fasern erfreut sich neben der Wolle von Schafen, Ziegen und Angorakaninchen auch Seide großer Beliebtheit, welche aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird.

Mit chemischen Fasern experimentierte die Textilindustrie bereits während des 17. Jahrhunderts in England. Einen wahren Boom erlebten die chemischen Fasern jedoch erst während des 20. Jahrhunderts. Unterschieden wird bei chemischen Fasern, die mittlerweile etwa 65 Prozent der weltweiten Faserproduktion ausmachen, zwischen zellulosischen Chemiefasern wie Viskose und synthetischen Chemiefasern wie Polyester, die aus Erdgas, Erdöl und Kohle hergestellt werden.

Das sind die wichtigsten Stoffe und ihre Eigenschaften

Bett mit Kissen

© 123rf.com

Baumwolle: Hierbei handelt es sich um eine Naturfaser, die in der Bekleidungsindustrie am weitesten verbreitet ist. Gewonnen wird Baumwolle, von der es mehr als 20 unterschiedliche Arten gibt, aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze. Dieser Stoff zeichnet sich durch seine große Saugfähigkeit aus, da er bis zu 65 Prozent seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann. Allerdings trocknet Baumwolle dafür nur relativ langsam. Der Stoff gilt als äußerst hautverträglich. Eine Schwäche von Baumwolle besteht darin, dass sie knitteranfälliger und gegenüber Mikroorgansimen empfindlich ist.

Viskose wird künstlich aus pflanzlichen Zellen hergestellt, beispielsweise aus dem Holz von Buchen, Pinien oder Fichten. Von der chemischen Zusammensetzung her ist Viskose der Baumwolle sehr ähnlich, auch vom Tragegefühl her. Jedoch hält Viskose weniger gut warm als Baumwolle. Zwar ist die Viskose auch nicht knitterfrei, jedoch fallen die Stoffe besser, weil sie im Vergleich zur Baumwolle eine geringere Steifheit aufweisen. Ein großer Vorteil der Viskose besteht darin, dass sie sich relativ leicht bedrucken lässt und die Farben äußerst haltbar sind. Allerdings hat Viskose auch den Nachteil, dass bei nassen Stellen auch nach dem Trocknen ein leichter Wasserrand zurückbleibt. Diese Ränder verschwinden allerdings nach dem Waschen wieder. Im Bettwäsche Bereich ist Viskose eher selten, da die Baumwolle wesentlich besser beim Thema Atmungsaktivität abschneidet.

Modal ist der Viskose nicht unähnlich, jedoch wird dieser Stoff ausschließlich aus dem Holz der Buche hergestellt. Im Vergleich zur Viskose ist Modal ein wenig fester, nimmt Feuchtigkeit besser auf und trocknet schneller.

Polyester: Bei diesem Gewebe handelt es sich um eine reine Kunstfaser, die aus Erdöl hergestellt wird. Polyester zeichnet sich dadurch aus, dass der Stoff äußerst scheuer- und reißfest ist und kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Wegen der tragefreundlichen Eigenschaften und der Tatsache, dass sich Polyester sehr gut in Verbindung mit anderen Stoffen verarbeiten lässt, wird dieser Stoff sehr gerne in der Bekleidungsindustrie verwendet. Ein Nachteil dieses Stoffes besteht jedoch in der geringen Feuchtigkeitsaufnahme, weil beispielsweise Schweiß nicht aufgesaugt wird. Dafür besteht bei Polyester nicht die Gefahr, dass der Stoff knittern könnte. Für die Verwendung als Bettwäsche oder Bettlaken empfehlen wir kein Polyester. Der Mensch sondert nachts Feuchtigkeit durch das Schwitzen ab, Polyester kann diese jedoch weder aufnehmen noch nach draußen transportieren. Das Schlafgefühl nimmt durch die angestaute Feuchtigkeit unter der Decke stark ab. Um dies zu verhindern ist es empfehlenswert, auf eine Naturfaser mit guter Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsaufnahme, wie der Baumwolle, auszuweichen.

Hochwertige Mako Satin Bettwäsche können Sie jetzt hier direkt kaufen

Polyamid wird ebenfalls aus Erdöl hergestellt. Dieser Stoff zeichnet sich durch seine Elastizität und Knitterfreiheit aus. Genutzt wird dieser Stoff in der Textilindustrie vorwiegend zur Herstellung von Feinstrümpfen.

Polyacryl: Die Polyacrylfasern, welche auf Basis von Erdöl hergestellt werden, ähneln von ihrem Charakter her der Wolle, weshalb aus diesem Stoff gerne Pullover oder Decken hergestellt werden. Zu den großen Vorteilen von Polyacryl gehört, dass der Stoff nahezu knitterfrei ist, sich gut einfärben lässt und die Wärme sehr gut hält. Häufig wird Polyacryl zur Beimischung von Wolle genutzt, damit sich die positiven Eigenschaften der beiden Stoffe gegenseitig ergänzen.

Polyurethan: Bei Polyurethan handelt es sich um eine äußerst elastische Kunstfaser, die aus Erdöl hergestellt wird. Üblicherweise wird diese Faser anderen Fasern beigemischt, damit diese eine größere Elastizität erhalten. Weil sich dieser Stoff auch aufschäumen lässt, wird Polyurethan nicht nur in der Bekleidungsindustrie verwendet. So wird der Stoff sehr gerne für die Produktion von Kunstleder, welches auf einen textilen Untergrund aufgetragen wird. Des weiteren werden auch Gummistiefel sowie Regenmäntel aus diesem Material hergestellt.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu einem anderen Bereich? Das Team von bettwaesche-mit-stil.de hilft Ihnen gerne weiter.

bettwaesche-mit-stil.de